
NAME

fig2lat - Fig to LaTeX conversion

KOMMANDOZEILE

  fig2lat [-l <Treiber>] [<Optionen>] [-o <Key>=<Value>]* <Datei>

BESCHREIBUNG

Das Programm wandelt *.fig-Dateien (mit XFig, jFig oder WinFIG erzeugt)
in andere Graphik-Formate, hauptsächlich für die Verwendung mit
LaTeX/pdfLaTeX.

OPTIONEN

-l <Treiber>
 	wählt einen der nachfolgenden Treiber aus.

	Treiber, um Fig-Dateien mit latex oder pdflatex zu verwenden:

	pdf.tex		erzeugt ein Paar *.tex/*.pdf. Im LaTeX-Dokument
			schließen Sie die *.tex per \input{...} ein, diese
			importiert dann wiederum die *.pdf-Datei.

	eps.tex		erzeugt ein Paar *.tex/*.eps. Im LaTeX-Dokument
			schließen Sie die *.tex per \input{...} ein, diese
			importiert dann wiederum die *.eps-Datei.

	pgf		erzeugt eine *.pgf-Datei, die Sie mit \input{...}
			in Ihr LaTeX-Dokument einbinden können.

	Treiber um Standalone-Graphiken zu erzeugen:

	tex.pdf		erzeugt ein Paar *.tex/*-i.pdf. Die *.tex-Datei
			können Sie mit pdfLaTeX übersetzen, dabei entsteht
			dann eine PDF-Datei.

	tex		erzeugt eine *.tex-Datei, die Sie mit pdfLaTeX
			übersetzen können. Dabei entsteht dann eine
			PDF-Datei.
	
	eps		erstellt eine EPS-Datei.

	svg		erstellt eine SVG-Datei.

-m
	aktiviert den make-Mode. Beim Verarbeiten eines Verzeichnisses
	wird eine Konvertierung nur gestartet, wenn keine aktuellen
	Zieldateien vorliegen.

-o Key=Value
	setzt Schlüssel-Wert-Paare in der Konfiguration.
	Die folgenden Schlüssel können benutzt werden:

	Allgemeine Optionen:

	lw[=<Breite>]		Basis für die Linienbreite.
				Standardmäßig wird für Fig-Dateien 1/80 Zoll
				verwendet.
				Mit folgenden Breitenangaben kann dies
				geändert werden:
				<Zahl>bp	Angabe in bp (PS points).
				<Zahl>pt	Angabe in pt.
				<Zahl>in	Angabe in Zoll.
				<Zahl>cm	Angabe in cm.
				<Zahl>mm	Angabe in mm.
				lighten		1/160 Zoll.
				auto		0.4pt * Textgröße / 10.

	Text-Optionen:

	tf=<string>		Schriftart-Auswahl für normalen
				(nicht-special) Text.
				Entweder "similar" oder "fig".

	ts=<size>		Schriftgröße für normalen Text. Entweder
				"none" (LaTeX-Standardschriftgröße verwenden)
				oder Skalierungsfaktor (typischerweise
				0.95 ... 1.0).

	bbts=[<boolean>]	Text-Größe in Bounding-Box-Berechnung
				mit berücksichtigen.
	
	smash[=<boolean>]	Anweisung \smash in LaTeX-Ausgabe benutzen.

	mbox[=<boolean>]	Anweisung \mbos in LaTeX-Ausgabe benutzen.

	reset@font		Anweisung \reset@font in LaTeX-Ausgabe.

	ste[=<encoding>]	Encoding für Special-Text, entweder
				"utf-8" oder "plain".


	X-Spline- und Bezier-Spline-Optionen:

	xsss[=<number>]		Anzahl der Bezier-Spline-Segmente pro
				X-Spline-Segment. Standard: 8, Minimum: 2.
	

	Pfeilspitzen-Optionen:

	ahas=<number>		Anzahl der X-Spline-Segmente pro
				90-Grad-Winkelbereich für Pfeilspitzen an
				Kreisbögen. Standard: 4.
	
	ahss=<integer>		Anzahl der X-Spline-Segmente der Pfeilspitze
				pro Original-Spline-Segment für Pfeilspitzen
				an Splines. Standard: 4.
	
	ahms=<integer>		Minimale Anzahl X-Spline-Segmente an jeder
				Pfeilspitzen-Kante. Standard: 4.
	
	ahip=<float>		Iterations-Genauigkeit für Pfeilspitzen.
				Standard: 0.04.


	Ausgabe-Optionen:

	codi=[<number>]		Anzahl Nachkommastellen in Farbangaben.
				Standard: 3.


	Kompatibilitäts-Optionen (Kompatibilität mit fig2dev):

	cosp[=<boolean>]	Kompatible Splines.

	coah[=<boolean>]	Kompatible Pfeilspitzen.

	xsah[=<boolean>]	X-Spline-Pfeilspitzen (nur ohne coah).

	cols[=<boolean>]	Kompatible Linientypen verwenden.

	cofop[=<boolean>]	Füllung für offene Graphikpfade erlauben.


	Erzeuger der Fig-Datei:

	xfig			Xfig.

	jfig			jFig.

	winfig			WinFIG.


	Treiber-spezifische Optionen (tex, tex.pdf):

	dcts[=<number>]		Schriftgrößenangabe in pt in der
				Dokumentenklasse.


	Treiber-spezifische Optionen (eps, eps.tex):

	showpage[=<boolean>]	Operator showpage verwenden.

	level=<integer>		PS-Level, 2 oder 3.


	Treiber-spezifische Optionen (svg)
	
	css[=<boolean>]		Style-Angaben mit CSS.

	group[=<boolean>]	Pfeilspitzen-Objekte mit dazugehöriger Line,
				Spline oder Kreisbogen in einer Gruppe
				zusammenfassen.
	
	fragment[=<boolean>]	SVG-Fragment anstelle einer kompletten Datei
				erzeugen.
	
	fontbase[=<string>]	Verzeichnis für GhostScript-Fonts als
				TTF-Dateien angeben, "none", "local" oder
				"web".
	
	replacementfonts[=<boolean>]	Verwendung von Ersatz-Schrift-
					familien erlauben oder verbieten.
	
	miterlimit[=<boolean>]	Verwendung der "stroke-miterlimit" Stil-
				Angabe erlauben oder verbieten.


RÜCKGABEWERT

Das Programm gibt bei Erfolg einen Exit-Status 0 zurück, alle anderen
Werte sind ein Hinweis auf aufgetretene Fehler.

DATEIEN

Fig2lat benutzt die folgenden Dateien aus dem aktuellen Verzeichnis:

f2lfonts.tex	wird bei tex- bzw. tex.pdf-Ausgabe in der Präambel
		benutzt. Der Dateiinhalt ersetzt die Standardanweisungen
		für die Schriftartauswahl und -einstellung.

f2lother.tex	wird bei tex- bzw. tex.pdf-Ausgabe in der Präambel
		benutzt. Der Dateiinhalt ersetzt die Standardanweisungen
		für "sonstiges Setup".

HINWEISE

Die Ausgabe von fig2lat unterscheidet sich von der Ausgabe von fig2dev.
Dies ist beabsichtigt, denn sonst hätte fig2lat keine Existenzberechtigung.

* Interpolierte Splines: Fig2lat berechnet q=-0.5*s korrekt wie in [BS1995]
  angegeben.

* Pfeilspitzen: Die mit Xfig 3.2.5 eingeführten - aber nicht dokumentierten -
  Pfeilspitzen werden untersützt. An Splines und Kreisbögen werden
  gekrümmte Pfeilspitzen angebracht. Zum Zeichnen der Pfeilspitze wird
  dieselbe Linienbreite verwendet wie für die Original-Linie.
  Die Angaben zur Linienbreite der Pfeilspitze aus der Fig-Datei werden
  ignoriert.

* Text: Für Treiber mit LaTeX-Bezug (tex, tex.pdf, pdf.tex, eps.tex, pgf)
  wird aller Text durch LaTeX/pdfLaTeX verarbeitet. Die tf-Einstellung legt
  fest, ob für normalen Text (nicht-special) ein PS-Font oder ein LaTeX-Font
  mit gleichen Eigenschaften verwendet wird.
  Für special Text werden keinerlei Anweisungen zu Schriftart und Schrift-
  größe geschrieben, somit wird die Standard-Schrift des Dokumentes
  verwendet.

* Füllmuster: Füllmuster sind als Vektor-Graphik implementiert.

* Splines: X-Splines werden durch eine Folge von Bezier-Spline-Segmenten
  realisiert, nicht durch Linienzüge.


BEKANNTE PROBLEME

* Die gekrümmten Pfeilspitzen an Kreisbögen und Splines werden durch eine
  Folge kurzer - manchmal sehr kurzer - Bezierkurven realisiert.
  Verschiedene Anzeigeprogramme kommen mit diesen kurzen Bezierkurven
  unterschiedlich gut zurecht.
  Die Pfeilspitzen-Testdatei wird in manchen Programmen richtig angezeigt,
  in anderen Programmen fehlerhaft.
  Sollten derartige Probleme auftreten, gibt es zwei Lösungsansätze:
  - Für Batik 1.7 Squiggle kann die SVG-Option mit der Option
    "miterlimit=no" vorgenommen werden. Dabei wird das sonst verwendete
    Miterlimit 20 nicht in die Ausgabe geschrieben, Squiggle verwendet
    dann den Standardwert 4.
  - Kompatible Pfeilspitzen können mit der Option "coah" erzeugt werden,
    diese geraden Pfeilspitzen werden als Polygone realisiert.


AUTOR

Dipl.-Ing. Dirk Krause

GESCHICHTE

Dieses Programm ersetzt das Programm fig2vect aus früheren dktools-Versionen.

COPYRIGHT UND LIZENZ

Mit
  fig2lat --license-terms
können Sie die Lizenzbedingungen einsehen.

SIEHE AUCH

[BS1995]	Carole Blanc, Christophe Schlick:
		X-Splines: A Spline Model Designed for the End-User
		Proceedings of the SIGGRAPH 1995

[fig2lat]	http://dktools.sourceforge.net

